Betrug über einen Online-Shop
E-Bike Fakeshops: So erkennst du den E-Bike Betrug (Bild: Pungu x – stock adobe.com )

E-Bike Fakeshops: So erkennst du den E-Bike Betrug

Wir zeigen dir, wie du E-Bike-Fakeshops 2025 sicher erkennst: Warnzeichen, gefälschte Siegel, IBAN-Fallen, aktuelle Fakeshops & Tools der Verbraucherzentrale!

  • 5 Min.
  • 02/07/2025 - 09:00
  • Hanna von linexo
Auf einen Blick

E-Bikes sind beliebt wie nie. Vor allem Discounter-Schnäppchen sind schnell ausverkauft. Wer dann online nach einem guten Deal sucht, landet leicht bei professionell gestalteten, aber betrügerischen Fahrrad Fakeshops. Diese Shops wirken auf den ersten Blick seriös, entpuppen sich aber nach der Bezahlung als reine Betrugsmasche. Die Ware kommt nie an, das Geld ist verloren. Besonders tückisch: Diese Shops finden sich nicht nur auf Amazon oder Social Media, sondern sind direkt über gängige Suchmaschinen erreichbar.

Aktuell warnt u.a. die Verbraucherzentrale Niedersachsen vor einer regelrechten Welle solcher Fakeshops. Dieser Artikel zeigt dir, wie du E-Bike-Fakeshops erkennst und dich vor Betrug schützen kannst!

Das große Geschäft mit dem E-Bike Betrug

Der Betrug mit E-Bike-Fakeshops hat 2025 einen neuen Höhepunkt erreicht. Laut Verbraucherzentrale.de setzen viele Fahrrad Fakeshops gezielt auf gestohlene Identitäten echter Fahrradhändler und kombinieren diese mit professionellem Webdesign.

Typisch ist der Fokus auf extrem günstige Preise, fehlende Zahlungsmethoden (nur Vorkasse), gefälschte Bewertungen und plötzlich nicht mehr verfügbare Zahlungsarten wie PayPal.

Aktuelle betrügerische Websites (Stand: Juli 2025):

  • eradprofi.com
  • gravelbikede.com
  • bikeboys-onlineshop.net
  • fahrrad-discount24.de

Diese Shops sind nicht erreichbar, haben oft spanische oder rumänische IBANs und verwenden kopierte Texte und Logos.

So entlarvst du einen E-Bike Fakeshop

Die gute Nachricht: Wer genauer hinsieht, kann einen Fakeshop oftmals schnell entlarven. Denn selbst E-Bike Fakeshops, die mit fairen Durchschnittspreisen werben und gefälschte Kundenbewertungen präsentieren, können mit einer kurzen Recherche enttarnt werden. Wie das funktioniert, erfährst du hier:

Fahrradfakeshops erkennen - 1. Unabhängige Bewertungsportale checken

Nutze Portale wie Trustpilot.com oder trustedshops.de, um echte Kundenbewertungen einzusehen. Fehlen diese komplett oder wirken sie übertrieben positiv, ist Misstrauen angebracht.

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Fahrradfakeshops erkennen - 2. Texte und Inhalte bei Google vergleichen

Der Aufbau und die Gestaltung eines Fakeshops sind mit viel Arbeit verbunden. Deshalb nehmen viele Betrüger eine Abkürzung und kopieren Inhalte von anderen Websites, um ihren E-Bike Fakeshop mit Content zu füllen. Ein simpler Trick, um herauszufinden, ob Inhalte kopiert wurden, ist die Eingabe in der Google-Suchleiste. Kopiere dazu lediglich Inhalte der Seite und gib diese in die Suchleiste von Google ein. Hierzu solltest du am besten die „Über uns“-Texte nutzen. Ebenso gerne werden die Angaben im Impressum kopiert. Sobald du auf „Suchen“ klickst, zeigt dir deine favorisierte Suchmaschine direkt an, ob es sich um eine Kopie und damit um einen Fake handelt. So kann der Betrug schnell enttarnt werden.

Fahrradfakeshops erkennen - 3. Impressum & Kontakt prüfen

Die Grundlage eines seriösen Online-Shops ist ein korrektes Impressum sowie detaillierte Kontaktinformationen. Denn jeder kommerzielle Website-Betreiber ist dazu verpflichtet, ein Impressum mit allen relevanten Geschäftsdaten anzugeben. Fehlt das Impressum, sollten deine Alarmglocken ertönen. Doch auch ein unvollständiges oder schlichtweg falsches Impressum kann ein Indiz für einen Fakeshop sein. Also Prüfe: 

  • Gibt es eine vollständige Adresse?
  • Lässt sich die Adresse auf Google Maps zu einem echten Laden zuordnen?
  • Ist eine Handelsregisternummer angegeben?

Fahrradfakeshops erkennen - 4. Bei unbekannten Anbietern niemals per Vorkasse bezahlen

Ein weiteres Anzeichen für einen Fakeshop ist die Tatsache, dass nur per Vorkasse bezahlt werden kann. Denn seriöse Online-Händler bieten meist auch einen Kauf auf Rechnung oder kooperieren mit bekannten Zahlungsdienstleister, wie beispielsweise PayPal oder Klarna. Besteht ein Shop darauf, dass die Ware vorab per Überweisung bezahlt wird, sollte das hellhörig machen.

Fahrradfakeshops erkennen - 5. AGB & Widerrufsrecht kontrollieren

Eine Überprüfung der AGB kann ebenfalls helfen. Auch hier erkennt man schnell, ob es sich um Betrug handelt und wie es um die Sicherheit des Discounter-Shops steht. Dabei solltest du vor allem auf die Angaben zum Widerrufsrecht achten. Werden diese in den AGB nicht erwähnt oder nur unzureichend beschrieben, ist das kein gutes Zeichen und kann ein Hinweis auf einen Fakeshop sein.

So entlarvst du einen E-Bike Fakeshop (Bild: Kirsti D/peopleimages.com – stock adobe.com )

Fahrradfakeshops erkennen - 6. Fakeshop-Scanner nutzen

Verbraucherzentralen bieten kostenlose Tools an, z.B.:

Einfach Shop-URL eingeben und Ergebnis abwarten.

Fazit - So schützt du dich vor E-Bike Fakeshops

E-Bike-Fakeshops sind 2025 besonders tückisch und professionell gestaltet. Ein kritischer Blick auf Impressum, Zahlungsarten und Inhalte hilft dir, Betrug zu erkennen. Nutze Bewertungsportale und offizielle Tools, bevor du bezahlst. Im Zweifel: Finger weg und bei der Verbraucherzentrale melden.

FAQ

Häufige Fragen zu E-Bike Fakeshops

Was ist ein E-Bike-Fakeshop?

Ein E-Bike-Fakeshop ist eine betrügerische Website, die vorgibt, günstige E-Bikes zu verkaufen. Nach der Bezahlung wird jedoch keine Ware geliefert – das Geld ist verloren. Die Seiten wirken professionell, verwenden aber gefälschte Siegel, gestohlene Inhalte und bieten oft nur Vorkasse an.

Woran erkenne ich einen E-Bike-Fakeshop?

Typische Warnzeichen sind:

  • Nur Vorkasse oder dubiose Zahlungsarten (z. B. rumänische IBAN)
  • Extrem günstige Preise
  • Kein oder unvollständiges Impressum
  • Keine echten Bewertungen auf Trustpilot & Co.
  • Inhalte wirken kopiert oder generisch
  • Fehlende oder fehlerhafte AGB
Gibt es Tools, um Fakeshops zu überprüfen?

Ja! Du kannst z. B. den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale nutzen

Was tun, wenn ich auf einen Fakeshop hereingefallen bin?
  1. Zahlung sofort bei der Bank rückgängig machen, wenn möglich.
  2. Anzeige bei der Polizei erstatten.
  3. Verbraucherzentrale informieren und andere warnen.
  4. Bei Verlust sensibler Daten ggf. Kreditkarte sperren lassen.
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