S-Pedelec mit Versicherungskennzeichen
Bei S-Pedelecs besteht Versicherungskennzeichenpflicht. (Bild: mmphoto - stock.adobe.com )

Was ist ein S-Pedelec?

Das E-Bike ist in aller Munde. Dann gibt es noch den Begriff Pedelec. Doch wofür steht das S im Namen? Wir klären die Frage: Was ist ein S-Pedelec?

  • 5 Min.
  • 01/07/2026 - 10:18
  • Tim von linexo
Auf einen Blick

Genau genommen sind die meisten sogenannten E-Bikes auf unseren Straßen Pedelecs. Ihr Elektromotor unterstützt dich während des Tretens. Das Fahrrad fährt also nicht von allein. Das nämlich können nur wirkliche E-Bikes. Trotzdem hat sich die griffige Bezeichnung E-Bike für Elektrofahrräder durchgesetzt. Aber was ist ein S-Pedelec? Auch hierbei handelt es sich um ein Fahrrad mit elektrischer Tretunterstützung, das im Unterschied zum normalen Pedelec jedoch eine höhere Geschwindigkeit erreicht. Das S-Pedelec ist dafür technisch anspruchsvoller ausgestattet und erfordert für seine Nutzung die Einhaltung verschiedener rechtlicher Bestimmungen. Bevor du jetzt weiterliest, kannst du dich in unserer Übersicht über die gängigen Fahrradtypen informieren. Dieser Artikel stellt dir die wichtigsten E-Bike-Marken vor. Und hier liest du alles über die wichtigsten Unterschiede beim E-Bike-Antrieb.

S-Pedelec: Was ist das?

Das S vor dem Hauptwort steht für „Speed“ oder „schnell“. Manchmal tauchen auch die Bezeichnungen „S-Klasse“ oder „Schweizer Klasse“ auf. Rechtlich entspricht das S-Pedelec einem Kleinkraftrad. Wie beim herkömmlichen Pedelec leistet ein Motor Unterstützung – bis zu 45 km/h Höchstgeschwindigkeit. Da kann ein Pedelec mit seinen höchstens 25 km/h nicht mithalten. Beim S-Pedelec entwickelt der Elektromotor eine maximale Nenn-Dauerleistung von 4.000 Watt, was einer Vervierfachung der Kraft des Fahrers entspricht.

Bei so viel Speed ist eine Fahrerlaubnis erforderlich. Außerdem gelten weitere Bestimmungen, die du mit einem konventionellen Pedelec nicht beachten musst. Bedingt durch die höhere Geschwindigkeit und weitere Anforderungen hat das S-Pedelec einen stabileren Rahmen. Diese Verstärkungen in der Konstruktion und das robustere Material sorgen allerdings auch für ein hohes Eigengewicht. Die Bremsen bestehen oft aus 4-Kolben-Bremssätteln mit speziellen Bremsbelägen und großen Bremsscheiben. Wenn du dich also fragst: S-Pedelec – was ist das eigentlich? Dann lautet die Antwort: eine Rennmaschine unter den Elektrofahrrädern, bei der du zum Fahren aber noch die Pedale treten musst.

Was ist S-Pedelec im Vergleich zum E-Bike und Pedelec?

Unsere Übersicht zeigt dir die wichtigsten Unterschiede zu den vergleichbaren motorisierten Zweirad-Klassen:

 

Unterscheidung S-Pedelec Pedelec E-Bike
Fahrzeugart Kleinkraftrad Fahrrad Kleinkraftrad
Geschwindigkeit  bis 45 km/h bis 25 km/h bis 25 km/h
Eigene Tretleistung  mit Treten mit Treten ohne Treten
Radwege  nein ja nur außerorts
Fahrerlaubnis erforderlich? Führerschein der Klasse AM nein Führerschein der Klasse AM
Zulassung erforderlich? ja nein ja
Helmpflicht ja nein ja
Versicherungspflicht ja nein ja
Kennzeichen erforderlich? ja nein ja
Mindestalter ja nein ja

Auch im linexo-Lexikon findest du einen Eintrag zum Thema: Was ist S-Pedelec? Noch mehr zum Nachlesen hält unser Beitrag „Unterschiede zwischen E-Bikes und Pedelecs“ bereit.

Versicherung: Unterschiede zwischen Pedelec und S-Pedelec

Dieser Punkt ist wichtig. Denn auch bei äußerlicher Ähnlichkeit von S-Pedelecs und Pedelecs werden beide Fahrradtypen versicherungstechnisch anders eingeordnet:

Während beim konventionellen 25-km/h-Pedelec keine Versicherungspflicht besteht, musst du ein S-Pedelec versichern. Du brauchst eine Kfz-Haftpflichtversicherung und ein Versicherungskennzeichen.

Darüber hinaus kannst du hier dein Speed-Pedelec wahlweise mit einem Komplettschutz oder einem Reparaturschutz bei linexo versichern – inklusive Pick-up-Service. Dort findest du auch eine ausführliche Beratung zu Leistungen und Preisen. Allein wegen des hohen Werts dieses Turbo-Bikes dürfte sich die Versicherung lohnen.

Bei linexo bezeichnen wir das gewöhnliche Pedelec wie fast alle anderen auch einfach als E-Bike. Und hier findest du gleich die passende E-Bike-Versicherung.

Was sind S-Pedelecs? Rechtliche Vorschriften

Neben der Versicherungspflicht bestehen weitere rechtliche Vorschriften für das Fahren mit einem S-Pedelec. Du musst dafür mindestens 16 Jahre alt sein und einen Führerschein der Klasse AM haben, also einen Mopedführerschein. Ausnahme: Du bist vor April 1965 geboren. Dann wird kein Führerschein verlangt. Ebenfalls anders als beim langsameren Pedelec: Ein Helm ist Pflicht. Außerdem darfst du keine Radwege benutzen – es sei denn, sie sind ausdrücklich für S-Pedelecs freigegeben. Wie beim Auto liegt die Promillegrenze zur Ordnungswidrigkeit bei 0,5 Promille. Bist du mit 0,3 Promille jedoch in einen Unfall verwickelt, könnte dies strafbar sein. Damit beinhaltet die Begriffsbestimmung „Was sind S-Pedelecs?“ neben technischen Spezifikationen auch unweigerlich Anforderungen zur Nutzung dieses schnellen Elektrobikes. Hier kannst du dich über die Regeln der StVO zum Fahrrad kundig machen.

Was kostet ein S-Pedelec?

Die stärkere Motorisierung, eine stabilere Konstruktion und die entsprechende Ausstattung haben ihren Preis. S-Pedelecs kosten je nach Modell und Equipment zwischen 4.000 und 10.000 Euro. Das gefragte Riese & Müller Delite 5 Pinion HS etwa ist für 8.999 Euro zu haben. Zum Vergleich: Ein Roller-Einstiegsmodell wie die Vespa Primavera 50 kostet nur rund die Hälfte. Wenn du ein günstigeres S-Pedelec suchst, kannst du dich aber auch in der Sparte der refurbished Bikes umschauen. Dort erwarten dich Angebote schon ab 1.500 bis 2.000 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Haftpflichtversicherung – rund 50 bis 100 Euro im Jahr. Auch laufende Reparatur- und Instandhaltungskosten solltest du einkalkulieren. Denn auch beim S-Pedelec tritt Verschleiß auf.

Für wen lohnt sich ein S-Pedelec?

Wenn du regelmäßig längere Strecken pendeln musst, aber aufs Auto verzichten willst, dann lohnt sich ein S-Pedelec. Im Stadtverkehr bist du schnell und umweltfreundlich unterwegs. Kein Wunder, dass das Speed-Bike als Leasing BIke beliebt ist.

Und im Radurlaub? Nicht für alle ist der Weg das Ziel. Viele Radreisende wollen lange Distanzen überwinden und müssen den Zeitfaktor im Auge behalten. Auch dann bietet sich das schnelle S-Pedelec im Vergleich zum deutlich langsameren Elektrorad an. Du setzt aber immer noch Muskelkraft ein und tust etwas für deine Gesundheit. Insofern ist das S-Pedelec ein Fahrrad 2.0: Selbst mit seiner Kleinkraftrad-Motorisierung hat es die fürs Fahrrad typischen Vorteile.

Fazit: Was ist ein S-Pedelec und wer braucht eins?

Wer sich fragt, was ist ein S-Pedelec, hat nun die einfache Antwort: ein Pedelec mit fast doppelter Maximalgeschwindigkeit. Solltest du viel pendeln, dann ist diese Rakete unter den Elektrorädern eine gute Wahl – sofern du den hohen Preis akzeptierst. Dabei musst du dich an mehrere rechtliche Regeln halten. Dazu gehört nicht zuletzt die Versicherungspflicht. Weitere Neuheiten rund ums E-Bike findest du in unserem Beitrag zu den Trends und Innovationen 2026.

FAQ

Häufige Fragen zu S-Pedelecs

Was ist ein S-Pedelec?

Ein S-Pedelec bietet wie ein Pedelec motorisierte Tretunterstützung und erreicht maximal 45 km/h. Damit zählt dieses Bike rechtlich zu den Kleinkrafträdern.

Was kostet ein S-Pedelec?

Die Preisspanne bei S-Pedelecs bewegt sich zwischen rund 4.000 und 10.000 Euro.

Was muss ich bei einem S-Pedelec beachten?

Ein S-Pedelec ist versicherungspflichtig. Du benötigst eine AM Fahrerlaubnis, musst mindestens 16 Jahre alt sein und beim Fahren einen Helm tragen. S-Pedelecs dürfen nur in Ausnahmen auf Radwegen gefahren werden.

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