Fahrradfahrer auf einem gepflasterten Weg mit Blick auf eine grüne Landschaft.
Überblick über die beliebtesten Radwege in Italien (Bild: robertonencini – stock.adobe.com )

Radwege Italien – die schönsten Radtouren südlich der Alpen

Erlebe den Zauber eines der beliebtesten Urlaubsländer im Fahrradsattel. Hier erfährst du alles Wichtigste über die schönsten Radwege in Italien.

  • 5 Min.
  • 09/06/2026 - 09:40
  • Hanna von linexo
Auf einen Blick

Bella Italia ist berühmt für paradiesische Landschaften, kulturelle Sehenswürdigkeiten, natürlich die italienische Küche und La Dolce Vita. Doch allein die traumhaften Radwege in Italien sind schon eine Reise wert. Wir stellen dir eine Auswahl der beliebtesten Radtouren in Italien vor.  In unserem Magazinbereich zum Thema Radtouren kannst du dich zuvor umfassend informieren. Übrigens – auch Österreich hat einzigartige Radwege zu bieten, die du in dieser Routenübersicht findest.

Italien-Radwege – die beliebtesten Regionen

20.000 Kilometer an offiziellen Radwegen erstrecken sich über Italien. Ein Großteil gehört zum EuroVelo-Netz der europäischen Fernradwege. Obwohl du eigentlich in ganz Italien wunderbar Radfahren kannst, bietet die eine oder andere Region noch mehr als der Durchschnitt.

Südtirol & Trentino

Mountainbiker fahren auf einem Pfad durch eine alpine Landschaft mit Bergen im Hintergrund.
Radfahren in der Region Südtirol (Bild: MarkusBraun – stock.adobe.com )

Für passionierte Gravelbiker sind die vielen Alpenpässe ein Gedicht. Nach harten Anstiegen winkt dann spätestens am nächsten Tag die beschwingte Abfahrt. Zudem gilt Südtirol nicht umsonst als Mountainbike-Eldorado. Speziell der Vinschgau verfügt über herzhafte MTB-Trails. Weiter südlich im Trentino kannst du das Nebeneinander von alpiner Landschaft und mediterraner Atmosphäre genießen. Diese Italien-Radwege sind von Deutschland aus am raschesten erreichbar.

Lombardei & Venetien

Zwei Radfahrer auf einem malerischen Küstenweg am See, umgeben von Bergen.
Radfahren am Gardasee (Bild: Gorilla – stock.adobe.com )

Auch der andere Teil in Italiens Norden eignet sich gut als Schlussstück für eine Alpenüberquerung – etwa auf dem Alpe-Adria-Radweg. Du möchtest kräfteschonend über die Alpen? Dann solltest du einfach mit dem E-Bike über die Berge fahren. Weiter südlich reizt ein Besuch der Städte Venedig, Verona oder Grado. Auf der sonnigen Seite der Bergketten warten bekannte Seen auf dich. So kannst du am Gardesee beim jährlichen Bike-Festival teilnehmen und die eine oder andere MTB-Tour unternehmen. Außerdem ist die Adriaküste nicht weit.

Zwischen Turin und Rom

Zwei Wanderer auf einem Weg durch grüne Hügellandschaft mit Blumen.
Radfahren in der Toskana (Bild: Feel good studio – stock.adobe.com )

Durchs Mittelstück Italiens führen mehrere Radtrassen. Auf der Route Ciclovia Francigena kommst du bis nach Rom und weiter. Diese Routen bieten sich besonders dann an, wenn du Zeit für eine längere Radreise hast. So kannst du möglichst viel von Land und Leuten erleben.

Der Süden

Enggasse mit weißen Trulli-Häusern und bunten Blumen in Töpfen.
Radfahren in Apulien (Bild: cobra2906 – stock.adobe.com )

Der Norden Italiens ist deutlich mehr für den Radtourismus erschlossen. Im Süden, dem „Mezzogiorno“, gibt es aber auch fantastische Routen durch Apulien oder Kalabrien. Du musst jedoch in Kauf nehmen, dass die Radinfrastruktur nicht überall perfekt ist. Auch die Hotels und andere Unterkünfte sind nicht generell auf Biker eingestellt.

Die Inseln

Fahrrad und Rucksack an einem felsigen Küstenweg mit klarem, türkisem Wasser.
Radfahren auf Sizilien (Bild: VanSky – stock.adobe.com )

Zahlreiche Italien-Radwege verlaufen auf Sizilien und Sardinien. Neben mediterranen Inselfeeling hast du hier zwei faszinierende Regionen vor dir mit ganz eigenem Charakter. Der Abstand zum Festland erfordert bei Anreisen mit der Bahn aber eine zusätzliche, unter Umständen längere Passage mit der Fähre. Oder du steigst ins Flugzeug.

Wenn du noch keine Erfahrung mit längeren Radreisen hast – unser Artikel über Mehrtagestouren mit dem Fahrrad hält viele Tipps für dich bereit.

Zwei Radfahrer fahren entlang eines Ufers mit Bäumen und Bergen im Hintergrund.
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Radtouren Italien – die schönsten Strecken

Italien bietet immense Möglichkeiten für Radtouren verschiedener Längen. Bei der großen Konkurrenz ist es schwer, einer Route den Titel „Schönster Radweg Italiens“ zu verleihen. Die folgenden sieben Radtouren in Italien gehören aber sicher zu den Favoriten:

Ein Radfahrer auf einem Weg neben einem alten Haus und Bergen im Hintergrund.
Pustertaler Radweg in Südtirol (Bild: Nicola Simeoni – stock.adobe.com )
Strecke: 118 km | Dauer: 3 Tage | Bergauf: 1.160 hm | Bergab: 1.070 hm

Pustertaler Radweg

Schwierigkeitsgrad: Schwer

Das Pustertal führt durch einige der eindrucksvollsten Landschaften in Südtirol. Du erlebst die Ausläufer der drei Naturparks Rieserferner, Fanes-Sennes-Prags und Drei Zinnen – und immer grüßt das gewaltige Panorama der Dolomiten.

  • Verlauf: Brixen – Bruneck – Toblach – Lienz
  • Highlights: Brixner Dom, Kloster Neustift, Burg Heinfels, Altstadt von Bruneck
Fahrradfahrer auf einer Holzbrücke mit Blick auf den blauen See und die Berge.
Riva del Garda (Bild: aliberti – stock.adobe.com )
Strecke: 63,6 km | Dauer: 3 Tage | Bergauf: 920 hm | Bergab: 920 hm

Riva del Garda Radweg

Schwierigkeitsgrad: Schwer

Unter den Radtouren am Gardasee ist diese eine der spektakulärsten: Mit guter Kondition arbeitest du dich in die Höhenlagen über dem See, fährst durch die Limarò-Schlucht und das Sarca-Tal – zwei der landschaftlichen Höhepunkte im Trentino.

  • Verlauf: Riva del Garda – Passo del Ballino – Valle del Sarca – Riva del Garda
  • Highlight: der Kontrast zwischen See-Idylle und knackiger Passstraße
Panoramablick auf einen Fluss, Brücke und Hügel mit Bäumen und historischem Gebäude.
Torina mit dem Fluss Po (Bild: nikkusha – stock.adobe.com )
Strecke: 825 km | Dauer: 14 Tage | Bergauf: 1.550 hm | Bergab: 2.160 hm

Italien Radtour Ciclovie del Po

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Zwei Wochen entlang des längsten Flusses von Italien: Es geht auf gemütlichen Radwegen von Paesana immer ostwärts zur Flussmündung in die Adria. Die Radroute ist für Familien geeignet und ein perfekter Zugang zu Landschaft und Kultur Norditaliens. Auf der Strecke liegen einige der sehenswertesten Städte des Landes.

  • Verlauf: Paesana– Torino – Crescentino– Pavia – Piacenza – Cremona – Ostiglia – Ferrara – Loreo
  • Highlight: die malerischen Innenstädte von Pavia, Piacenz, Cremona und Ferrara, Insel Donzella
Felsige Hügellandschaft umgeben von Bäumen und sanftem Licht.
Cento laghi Park bei Parma (Bild: manola72 – stock.adobe.com )
Strecke: 1.042 km | Dauer: 14 Tage | Bergauf: 12.607 hm | Bergab: 15.057 hm

Italien Fahrradtour Ciclovia Francigena

Schwierigkeitsgrad: Mittel

Auch für diese Fahrradtour durch Italien kannst du je nach Kondition und zur Verfügung stehender Zeit mehrere Wochen einplanen. Sie beginnt im Aostatal und führt dich bis in die ewige Stadt Rom – oder bis zur „Stiefelspitze“ von Italien in Kalabrien. Unsere Streckendaten beziehen sich auf die Rom-Tour. Gemessen an den Sehenswürdigkeiten und den Naturschönheiten ist dies wahrscheinlich der schönste Radweg in Italien.

  • Verlauf: Aosta – Piacenza – La Spezia – Lucca – Siena – Viterbo – Roma (– Napoli –Messina)
  • Highlight: Parco dei Cento Laghi bei Parma, ligurische Küste, Dom von Siena, Rom
Blick auf eine historische Festung mit grünen Hügeln und einer Stadt im Hintergrund.
Enna in Sizilien (Bild: aapsky – stock.adobe.com )
Strecke: 454 km | Dauer: ca. 10 Tage | Bergauf: 8.530 hm | Bergab: 8.530 hm

Fahrradtour Italien Sicily Divide

Schwierigkeitsgrad: Schwer

Diese fordernde Graveltour ist etwas für Könner und Genießer. Sizilien wird in Ost-West-Richtung durchquert. Dabei hast du immer wieder Abschnitte vor dir, die eine Herausforderung darstellen. Die paradiesische Landschaft entschädigt jedoch für alle Härten.

  • Verlauf: Trapani – Cammarata – Enna– Caltanisetta – Catania
  • Highlight: Parco deu Sicani, historische Altstadt von Enna, Lago Pozzillo
Die Basilica di Sant'Antonio in Padua bei klarem Himmel.
Antoniusbasilika Padua (Bild: ALollo – stock.adobe.com )
Strecke: 629 km | Dauer: ca. 9 Tage | Bergauf: 4.000 hm | Bergab: 4.790 hm

Claudia Augusta Radtouren Italien

Schwierigkeitsgrad: Schwer

Einige Radwege durch Italien beginnen jenseits der Landesgrenzen. Auf der Via Claudia August durchquerst du von Deutschland aus die Alpen und bist in Tirol auf herrlichen Passstraßen unterwegs. Imposante Gipfel und tief blaue Seen säumen diese gern befahrene Route in die Traumstadt Venedig.

  • Verlauf: Füssen – Meran – Bozen – Gardasee – Verona – Padua – Venedig
  • Highlight: Schloss Neuschwanstein, Reschensee, Passerpromenade in Meran, historische Altstadt Verona, Antoniusbasilika Padua, Sehnsuchtsort Venedig
Bunte Stalaktiten und Wasser reflektieren in einer unterirdischen Höhle.
Grotte di Nettuno (Bild: Art Media Factory – stock.adobe.com )
Strecke: 1.230 km | Dauer: 17 Tage | Bergauf: 13.050 hm | Bergab: 13.050 hm

Italien Radwege Sardinien-Umrundung

Schwierigkeitsgrad: Schwer

Einmal rund um die Insel Sardinien: Du solltest einiges an Zeit und Kondition mitbringen. Denn auch wenn diese außergewöhnliche Italien-Radtour immer in Küstennähe verläuft, so fordert die Strecke ihren Tribut. Wenigstens kannst du zum Abkühlen an vielen Stellen direkt ins azurblaue Meer springen.

  • Verlauf: Porto Torres – Inselabstecher La Maddalena – Capo Ferrata – Cagliari – Pula – Casto Verde – Alghero – Porto Torres
  • Highlight: Küstenstrecke nach Costa Verde, Sandstrand Cala Pelosa, Tropfsteinhöhle Grotte di Nettuno, Fischerdorf Stintino
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Italien-Radtour – Streckencharakter & Schwierigkeit

Die Qualität und Beschaffenheit der Radwege in Italien ist sehr unterschiedlich. Auf dem Pustertaler Radweg bist du auf asphaltierten Strecken unterwegs, die du dir nicht mit Autos teilen musst. Auch das Radwegenetz am Gardasee ist vorzüglich ausgebaut. Andere Routen wie die vorgestellte Sizilien-Tour haben dagegen auch mal Abschnitte mit losem, schwer zu bewältigendem Untergrund. Generell lässt sich sagen: Die besten Italien-Radwege verlaufen im Norden des Landes. Das gilt auch für die Beschilderung sowie die Ladeinfrastruktur für E-Bikes. Obwohl der italienische Straßenverkehr oft hektisch und chaotisch erscheint, so wird Radfahrern jedoch im Allgemeinen viel Respekt entgegengebracht. In unübersichtlichen Situationen auf einer Italien-Radtour genügt zur Verständigung meist ein kurzes Handzeichen.

Fahrradtour Italien planen – wichtige Tipps

Du stellst bereits dein Reisegepäck zusammen? Hier kannst du nachlesen, was alles auf eine perfekte Packliste gehört. Außerdem sind folgende Punkte wichtig:

  • Anreise & Abreise. Weil nicht alle Zugverbindungen eine Fahrradmitnahme ermöglichen, solltest du diesen Punkt zuvor gründlich recherchieren. Das geht am besten über das Portal der Deutschen Bahn. Mit abgebauten Laufrädern und verpackt ist die Mitnahme eines Bikes in allen Zügen kostenlos.
  • Übernachtung: Das Touristenland Italien hält eine Vielzahl an Unterkünften aller Komfortstufen und Preislagen bereit. Da unsere Radwege in Italien durch die schönsten Regionen führen, wirst du sicher eine Bleibe deiner Wahl finden. Dieser Bett & Bike-Ratgeber hilft dir darüber hinaus bei der Suche nach einem fahrradfreundlichen Hotel. Hoch frequentierte Zielorte wie Venedig und Rom, aber auch der Gardasee erfordern frühzeitiges Buchen.
  • Beste Reisezeit: Die Region bestimmt die Reisezeit. Sizilien und Kalabrien sind im Sommer oft zu heiß für eine Fahrradtour in Italien. Dagegen sind der Hochsommer und speziell der stabile September geeignet für Fahrten durch die Alpen. Dann gibt es keinen Schnee mehr auf der Strecke und auch weniger Gewitter. Der Frühling und der bis in den November hinein milde Herbst gelten ansonsten als die besten Reisezeiten in den Mittelmeerregionen.
  • Regionale Küche: Keine Fahrradtour durch Italien ohne die Genüsse regionaler Köstlichkeiten. Die italienische Küche ist sehr mannigfaltig: von deftigen Speckknödeln und Törggelen-Spezialitäten in Südtirol über legendäre Pasta-Kreationen weiter südlich bis hin zu raffinierten Fischgerichten an den Küsten und auf den Inseln.
  • Navigation: Großräumige Routen lassen sich am besten auf einer analogen Karte überschauen. Für die Meisterung einer Tagesetappe leistet dir aber wahrscheinlich eine gute App noch mehr praktische Dienste. Hier findest du Empfehlungen für die besten Radtour-Apps. Außerdem haben wir für dich Tipps für die digitale Tourenplanung.

Italien Fahrradtour – ein Land für jeden Anspruch

Du willst Landschaft und Natur in voller Schönheit? Dir liegen mehr die kulturellen Sehenswürdigkeiten einer Radregion? Oder hast du es auf kulinarische Finessen der regionalen Küche und feine Weine abgesehen? Auf den vorgestellten Radwegen in Italien hast du dies alles in Hülle und Fülle. Auch für die Verwirklichung deiner radlerischen Ansprüche ist gesorgt. Du kannst familienfreundliche Touren in der Poebene unternehmen, genauso aber auch harte Anstiege in den Alpen oder am Gardasee meistern und über die Inseln graveln. Unter der Sonne Italiens erwartet dich ein Fahrradparadies, auch wenn vielleicht die Bike-Infrastruktur in manchen Regionen nicht ganz so perfekt ist. Solltest du dir noch nicht ganz sicher sein – hier sind zwei inspirierende Ratgeber über die Radwege in Frankreich und interessante Routen in Deutschland.

FAQ

Häufige Fragen zu Radwegen in Italien

Welche Tour gilt als schönster Radweg in Italien?

Viele halten den Ciclovia Francigena von Turin nach Rom und bis nach Kalabrien für einen der schönsten italienischen Radwege.

Welche Regionen eignen sich für Radtouren in Italien am besten?

Einige lohnende Radrouten verlaufen im Norden des Landes – vor allem im Alpenraum und am Gardasee. Aber auch Sizilien oder der Verlauf des Pos sind beliebte Radregionen.

Ist Italien ein Fahrradland?

Mit 20.000 Kilometern offizieller Radwege kann Italien als Fahrradland gelten. Das Bike genießt sicher nicht den hohen Stellenwert wie etwa in den Niederlanden. Doch wird Radfahrern im Straßenverkehr Respekt entgegengebracht. Viele schöne Regionen sind zudem für den Radtourismus gut erschlossen.

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