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Fahrrad fahren mit Hund: So gelingt die gemeinsame Tour
Fahrrad fahren mit Hund - Was ist besser: Freilauf, Leine, Korb vs Anhänger? Worauf musst du besonders achten? Bei linexo Österreich erhältst du alle Antworten!
Rund 700.000 Hunde toben durch österreichische Haushalte und Gärten. Nach der Katze ist der beste Freund des Menschen das hierzulande beliebteste Haustier. Die Vierbeiner sind unter anderem treue Begleiter auf Spaziergängen oder beim Radfahren. Doch was sagt eigentlich die Straßenverkehrsordnung zum Fahrrad fahren mit Hund? Sind alle Hunderassen fahrradtauglich? Wie alt sollte dein Tier mindestens sein – und wie fit? In diesem Artikel erfährst du alles zum Thema Hund & Fahrrad fahren: von rechtlichen Aspekten über alternative Transportmöglichkeiten und sicheres Nebenherlaufen bis hin zu Tipps für die Gewöhnung an Fahrradtouren.
Ist das Fahrrad fahren mit Hund im Straßenverkehr erlaubt?
Möchtest du deinen Hund beim Radfahren mitnehmen, musst du in Österreich eine wichtige Besonderheit beachten: Auf Straßen mit öffentlichem Verkehr darfst du Tiere während der Fahrt weder an einer Leine halten noch am Fahrrad befestigen, um sie mitlaufen zu lassen. Diese Regel gilt auch auf Radwegen. Je nach Größe des Hundes kommen für den sicheren Transport beispielsweise ein geeigneter Fahrradkorb oder ein Fahrradanhänger infrage. Zusätzlich können je nach Bundesland und Gemeinde unterschiedliche Leinen- oder Maulkorbvorschriften gelten.
Fahrrad fahren mit Hund: Für welche Vierbeiner eignet es sich?
Achtung: Die folgenden Hinweise zum Nebenherlaufen gelten für geeignete Flächen außerhalb von Straßen mit öffentlichem Verkehr, auf denen das Laufen mit dem Hund zulässig ist.
Nicht jede Hunderasse ist dafür geschaffen, neben dem Fahrrad herzulaufen. Die meisten kleinen Hunde sind aufgrund ihrer kurzen Beine keine ausdauernden Läufer – vielleicht abgesehen von Züchtungen wie dem flinken Jack Russell Terrier. Auf der anderen Seite verfügen ausgesprochen schwere und große Hunde wie der Bernhardiner über ausreichend Kraft und Ausdauer. Jedoch beansprucht schnelles Laufen massiv die Gelenke. Vor allem längere Strecken auf Asphalt können schmerzhafte Spätfolgen haben.
Dagegen bewältigen sportliche Tiere wie beispielsweise Huskies, Schäferhunde oder Border Collies das Fahrradfahren mit Hund problemlos. Sie brauchen ohnehin viel Auslauf und können ihre Lauffreude an der Seite des Fahrrads optimal ausleben. Ist dein Hund kein ausgewiesener Dauerläufer, solltest du ihn mit der Geschwindigkeit nicht überfordern. Das gilt nicht zuletzt für Fahrten mit dem schnellen E-Bike. Es versteht sich von selbst, dass ein alter oder kranker Hund nicht neben dem Rad herlaufen sollte. Halte im Zweifelsfall besser Rücksprache mit deinem Tierarzt.
Hund Fahrrad fahren: Ab welchem Alter ist das möglich?
Auch bei noch jungen Tieren in der Wachstumsphase verbietet sich das Fahrradfahren mit Hund. Warte daher lieber ab, bis dein Hund seine volle Größe erreicht hat. Erst im Alter von 15 bis 18 Monaten sind die Knochen gehärtet und somit belastbar. Falls du zu früh mit dem Hund Fahrrad fährst, kann das zu chronischen Gelenkbeschwerden führen.
Fahrrad fahren mit dem Hund: Vorbereitung und Grundkommandos
Damit es mit der Begleitung neben dem Rad klappt, braucht es etwas Übung. Der Vierbeiner und du sollten auch „am Boden“ schon ein eingespieltes Team sein. Noch bevor ihr als Gespann mit dem Rad unterwegs seid, sollte dein Hund problemlos an der Leine laufen und deine Kommandos befolgen. Das sind wichtige Voraussetzungen für das gemeinsame Training mit dem Fahrrad auf geeigneten Flächen, auf denen das Nebenherlaufen zulässig ist. Noch vor den ersten Ausflügen auf dem Zweirad muss dein Freund die Kommandos „Rechts“ und „Links“ zuverlässig befolgen. Denn beim späteren Training mit dem Rad wirst du ihm so deine Richtungswechsel signalisieren.
Mit dem Hund Fahrrad fahren: Training Schritt für Schritt
Wenn du das Nebenherlaufen mit deinem Hund auf einer dafür geeigneten Fläche trainierst, sollte dein tierischer Freund aus Gründen der Sicherheit zunächst rechts vom Fahrrad laufen. Doch empfehlen wir, das Laufen beidseitig zu üben, damit das Tier immer auf der straßenabgewandten Seite geführt werden kann. Zudem muss dein Hund lernen, nicht an der Leine zu ziehen. Diese Hürden meisterst du am besten mit großer Geduld, Lob und Belohnung. So wird das Fahrradfahren mit Hund trainiert:
Tipp
Es ist nicht ganz einfach, Hunde ans Fahrradfahren zu gewöhnen und ihnen ein kontrolliertes Nebenherlaufen beizubringen. Wenn du dir das Einüben nicht selbst zutraust: Viele Hundeschulen bieten ein professionelles Training an, das deinen Hund fit fürs Fahrrad macht.
Fahrrad fahren: Hund mit Leine, Geschirr und Abstandshalter sichern
Mit dem passenden Equipment minimierst du die Risiken. Auf Straßen mit öffentlichem Verkehr darfst du deinen Hund während der Fahrt weder an einer Leine halten noch mit einem Leinenhalter am Fahrrad befestigen, um ihn mitlaufen zu lassen. Das gilt auch auf Radwegen.
- Den Hund an der Leine führen: Beim Schieben des Fahrrads oder beim Training auf geeigneten Flächen kann eine Leine helfen, den Hund kontrolliert zu führen. Beim Radfahren auf Straßen mit öffentlichem Verkehr darfst du die Leine in Österreich jedoch nicht halten, während der Hund nebenherläuft. Die Leine sollte stets locker gehalten, nie an Fahrradstange oder Handgelenk festgemacht werden. Sonst würdest du stürzen, sollte dein Hund zu sehr ziehen. Freilauf ist nur dann eine Option, wenn dein vierbeiniger Freund Kommandos uneingeschränkt Folge leistet. Dies gilt auch bei einer vorbeihuschenden Katze, einem Reh oder einem besonders lauten Fahrzeug hinter euch.
- Noch besser mit Hundegeschirr: Gegenüber der Leinenbefestigung am Halsband bietet das Geschirr eine gute Alternative. Es verteilt die Zugkraft auf den gesamten Brustbereich und schont beim Fahrradfahren den Hund im Nackenbereich und am Kehlkopf.
- Einen Leinenhalter verwenden: Ein sogenannter Springer oder Leinenhalter, an dem die Leine befestigt wird, gewährleistet den Sicherheitsabstand deines Hundes zum Rad. Er verhindert, dass Leine oder Hund ins Laufrad geraten. Hochwertige Springer verfügen über eine Zugfeder, die ruckartiges Ziehen des Tieres ausgleicht. Sie haben auch einen Sicherungsring, der die Leine bei zu starkem Zug, beispielsweise bei Unfällen, löst. Bei Verwendung eines Leinenhalters hast du außerdem beide Hände frei und kannst dich uneingeschränkt auf Hund und Strecke konzentrieren.
So radelst du sicher
Du liebst es Rad zu fahren? Behalte dabei auch immer deine Sicherheit im Auge – vom passenden Helm bis zur richtigen Beleuchtung.
- Tipps für sicheres Biken
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Fahrrad fahren mit dem Hund: Tempo, Untergrund und Pausen
Hunde haben keine Termine. Sie wollen nicht zielgerichtet über lange Distanzen von A nach B und sind auch nicht leistungsgetrieben. Beim Fahrrad fahren mit dem Hund solltest du deinem Tier also nicht zu viel zumuten. Pass das Tempo und die Streckenlänge entsprechend an. Ganz wichtig: Für deinen Hund ist das Laufen neben dem Fahrrad deutlich anstrengender als das Radfahren für dich! Vermeide möglichst harte Fahrbahnen und bevorzuge Grünstreifen und anderen weichen Untergrund. Mit einem kleinen Hund Fahrrad fahren – das bedeutet mehr Kraftaufwand für das Tier und schnelleres Laufen. Die Tourenlänge sollte also der Kondition des Vierbeiners angemessen sein. Das gilt besonders im Radurlaub.
Gib deinem Hund durch regelmäßige Pausen die Gelegenheit herumzuschnüffeln und sich zu erleichtern. Und nimm ausreichend Trinkwasser für ihn mit. Nach der Fahrradtour solltest du außerdem sicherstellen, dass die Pfoten unverletzt sind und das Tier sich nirgends wundgescheuert hat.
Hund beim Fahrradfahren transportieren
Nicht alle Hunderassen sind davon begeistert, neben dem Rad herzusprinten. Dann bietet es sich an, das Tier in einem Fahrradkorb oder Fahrradanhänger mitzunehmen. Kleine Hunde (bis ca. 5 kg) fühlen sich in offenen oder geschlossenen Fahrradkörben wohl. Diese werden auf Gepäckträger oder Lenkstange angebracht und sind bestenfalls mit weicher Polsterung ausgestattet. Ist der Korb offen, sollte das Tier zu seiner eigenen Sicherheit unbedingt fixiert werden, am besten mit einem Hundegeschirr.

Größere Hunde brauchen mehr Platz und sind daher in einem stabilen Fahrradanhänger besser aufgehoben. Der Hänger sollte ausreichend Raum bieten, damit das Tier aufrecht sitzen und sich auch hinlegen kann. Der Hänger lässt sich an der Sattelstütze oder Hinterachse montieren. Eine zusätzliche Sicherheitsleine am Rad ist sinnvoll, damit der Anhänger beim Versagen der Kupplung nicht unkontrolliert davon rollt. Abgesehen von der größeren Bewegungsfreiheit für das Tier bietet ein Anhänger beim Fahrrad fahren mit Hund weitere Vorteile gegenüber einem Fahrradkorb. Er beeinträchtigt nicht die Balance. Du kannst problemlos vom Rad steigen und den Hund im Hänger auch kurz unbeaufsichtigt lassen. Auf jeden Fall solltest du deinen Hund langsam an den Fahrradhänger gewöhnen und zunächst nur kleine Strecken mit ihm fahren.
Lies dazu auch unsere Artikel über den Hundetransport mit dem Lastenrad und welche Variante besser abschneidet: Lastenrad oder E-Bike mit Anhänger?
Unsere Checkliste für deine Fahrradtour mit Hund
Wenn Mensch und Hund gemeinsam auf Radtour gehen, genießt beim Radfahren der Hund Vorrang. Mit unserer kleinen Checkliste gelingt das Fahrradfahren mit Hund:
- Ist dein Hund bereits ein erfahrener Radbegleiter? Andernfalls darfst du ihm noch nicht zu viel zumuten.
- Welche Leinen- oder Maulkorbregeln gelten vor Ort? Informiere dich vor der Tour über die Vorschriften im jeweiligen Bundesland und in der jeweiligen Gemeinde – etwa für Pausen, Spaziergänge oder den Aufenthalt am Ziel.
- Ist die Strecke der Rasse, Größe und Konstitution deines Hundes angemessen? Auch hier gilt: Bitte nicht überfordern!
- Passt das Wetter? Mit dem Hund Fahrrad fahren kann bei extremer Witterung zur Tortur werden. In der Regel steigt man aber an solchen Tagen auch nicht aufs Rad. Dennoch: Bei Temperaturen über 20 °C raten wir dir von längeren gemeinsamen Radausflügen ab. Heißer Asphalt und Überhitzung können dem Hund zusetzen. Bei starkem Hecheln ist eine Pause Pflicht!
- Hast du eine Trinkflasche dabei? Mit regelmäßig zugeführtem Wasser verhinderst du bei deinem Hund einen Hitzschlag. Und natürlich gehört auch das eine oder andere Leckerli in die Jackentasche oder die Box mit dem Fahrradwerkzeug.
Tipp
Sicher ist sicher: Du kannst beim Fahrradfahren mit Hund alles richtig machen – und trotzdem wird womöglich dein Bike beschädigt oder es passiert ein Unfall. In solchen Fällen bist du mit der Fahrradversicherung von linexo finanziell abgesichert. Zudem bietet dir die linexo-App komfortablen Zugriff auf deine Bikedaten. Und bei einer Panne steht dir unser Pick-up-Service zur Verfügung.
Fazit: Mit dem Hund Fahrrad fahren – eine feine Sache
Als Alternative zum Gassigehen oder weil es beiden einfach Spaß macht: Mit deinem Hund Fahrrad fahren kann schnell zur Normalität werden, die ihr nicht mehr missen wollt. Lass dir und deinem Hund aber Zeit, um ausreichend Routine zu entwickeln. Und du wirst sehen: Fahrrad und Hund sind eine tolle Kombination!
Häufige Fragen zum Fahrradfahren mit Hund
Darf ich meinen Hund beim Fahrradfahren an der Leine führen?
Auf Straßen mit öffentlichem Verkehr darfst du deinen Hund in Österreich während der Fahrt nicht an einer Leine halten. Das gilt auch für Radwege. Beim Spazierengehen oder wenn du das Fahrrad schiebst, können je nach Bundesland und Gemeinde wiederum unterschiedliche Leinen- oder Maulkorbvorschriften gelten.
Ist Fahrrad fahren mit Hund in Österreich verboten?
Nein, die Mitnahme eines Hundes mit dem Fahrrad ist nicht grundsätzlich verboten. Auf Straßen mit öffentlichem Verkehr darf der Hund jedoch während der Fahrt nicht an der Leine gehalten oder am Fahrrad befestigt werden, um mitzulaufen. Je nach Größe des Hundes kommen beispielsweise ein geeigneter Fahrradkorb oder Fahrradanhänger infrage.
Was ist beim Thema Fahrrad fahren & Hund zu beachten?
Der Hund muss hinsichtlich Rasse, Alter und Fitness zur geplanten Aktivität passen. Ein Training zur Eingewöhnung an Fahrradkorb oder Fahrradanhänger ist sinnvoll. Soll dein Hund auf dafür geeigneten Flächen neben dem Rad laufen, sollte auch das schrittweise trainiert werden. Zusätzlich sind die jeweiligen Leinen- und Maulkorbvorschriften von Bundesland und Gemeinde zu beachten





